Vögel sind des öfteren mal von Milben befallen. Auch wenn Milben verschrien sind bei vielen Tierhaltern, so sind es oftmals leicht zu behandelnde Parasiten.
Milben sind für viele Tierhalter ein ganz heikles Thema. Während die Halter meistens wissen, dass sowas in den besten Familien vorkommen kann, werden sie von Außenstehenden oftmals mit dem Vorwurf mangelnder Hygiene konfrontiert. Doch das Klischee entspricht keinesfalls der Realität. Milben gehören zu unserem Alltag. Der Unterschied ist, dass sie dann zum Problem werden, wenn irgendwo schon eine andere Schwäche beim Vogel vorliegt. Die Behandlung ist in den meisten Fällen recht unkompliziert, jedoch kommt es auch auf die Art der Milben an. Den äußeren Milbenbefall kann man zum Beispiel durch vermehrtes Kratzen durch den entstehenden Juckreiz erkennen. Doch oftmals fällt einem das nicht sofort auf, da man seine Vögel ja nicht den ganzen Tag im Auge hat. Ist der Milbenbefall schon etwas fortgeschritten, dann kann es beispielsweise am Schnabel oder an den Füßen erkannt werden. Der Schnabel wird dann brüchig, weil sich bestimmte Milbenarten durch das Horn graben und ihre Ausscheidungen am Ende der Gänge „lagern“. Die Folge: Brüchige Schnäbel (oft sind auch die Gänge zu erkennen) und Krusten am Schnabelhorn, an den Augen oder Füßen.
Die Behandlungsmethoden sind unterschiedlich, denn jeder TA schwört auf eine andere. Selbst versuchen sollten Sie es auf keinen Fall. Lassen Sie in jedem Fall erstmal Ihren Vogelkundigen TA über den Piepmatz schauen, damit Sie genau wissen was Ihr Tier eigentlich hat. Denn bei Milben ist es eben so, dass vielleicht auch eine andere Krankheit vorliegt weswegen die Milben dann Überhand nehmen konnten.
Luftsackmilben sind dabei schon wesentlich schwieriger festzustellen und werden leider oft nicht erkannt.
Erste Symptome sind
- singen/piepen wird immer weniger bis sie schließlich heißer klingen
- Atemprobleme
- Schwanzwippen
- beispielsweise kommt es beim Fliegen zu knackenden, ächzenden Atemgeräuschen
Viele Vögel sterben an diesem Befall, wenn er nicht erkannt wird, weil die Milben durch ihre Ausbreitung die Lunge praktisch verstopfen. Auch hier ist keine eigene Behandlung möglich. Der Tierarzt muss dem Vogel das richtige Mittel geben.
Bitte verzichten Sie auf Selbstversuche mit Mitteln aus dem Zooladen, denn damit helfen Sie Ihrem Tier in der Regel nicht. Es sollte außerdem auf jeden Fall bedacht werden, dass die Vögel voneinander getrennt werden, da sie sich gegenseitig anstecken könnten. Für besonders geschwächte Vögel ist es außerdem auch entspannter alleine zu sitzen, da mache Vögel ein sehr starkes Schwarmverhalten zeigen und ein krankes Tier piesacken.
Bild: Pixabay, 67638, WikiImages
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