Bonn – In Tierheimen gibt es sie meist im Übermaß: Hunde aller Rassen, Größen und Altersstufen. Wer sich dort für ein Tier entscheidet, muss gut vorbereitet sein. Denn nicht immer laufen die Dinge wie gedacht. Und wie findet man überhaupt einen Hund, der zu einem passt? Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund rät, sich schon vor dem ersten Besuch Gedanken darüber zu machen, welcher Typ Hund zu den eigenen Lebensumständen passt. Ist man viel zu Hause oder ständig unterwegs? Wie viel Platz hat man, wo lebt man? Soll der Hund ruhig und gelassen sein oder eher frech? Kommt er mit anderen Haustieren zurecht? «Alle diese Faktoren sind wichtig, damit Hund und Halter gut miteinander zurechtkommen.» Entscheidend fürs harmonische Zusammenleben ist natürlich auch, dass der Hund erzogen ist: Ist man noch unerfahren, ist es laut Schmitz günstig, wenn der Hund bereits die Grundbefehle wie «Sitz» und…
Nürtingen – Es gibt wohl nur wenige Tiere, die so unterschiedlich wahrgenommen werden: Einerseits sind Tauben ein Symbol für den Frieden, andererseits haben sie – vor allem in Großstädten – ein schlechtes Image. Zu unrecht, wie Wilhelm Bauer aus Nürtingen findet. Der Autor interessiert sich seit seiner Kindheit für die Vögel: «Mein Großvater hatte Tauben, und schon damals fand ich sie wunderschön. Man kann die Tiere in völliger Freiheit halten und trotzdem kommen sie zu einem zurück.» Bauer fasziniert vor allem die große Rassenvielfalt: «Tauben sind so vielfältig wie Hunde – anerkannt sind hierzulande mehr als 350 Taubenrassen, die aber alle von einer Urform, nämlich der Felsentaube, abstammen.» Wer sich Tauben anschaffen möchte, sollte sich zuerst überlegen, ob er Rassetauben oder Brieftauben halten möchte, sagt Christoph Schulte vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter in Essen. «Das ist ein großer Unterschied: Bei Brieftauben spielen Orientierungsfähigkeit und Schnelligkeit…
Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Mit ihren dunklen Knopfaugen sieht die Stachelmaus putzig aus. Sie ist aber alles andere als ein kuscheliges Haustier. Ihr Markenzeichen, das borstige Fell auf dem Rücken, das ihr den Namen einbrachte, ist Programm. Stachelmäuse sind agile Tiere, sagt Prof. Manfred Niekisch, Leiter des Frankfurter Zoos, in dem Goldstachelmäuse gehalten werden. Sie sind sehr sprungfreudig, brauchen also viel Platz und sind auch ansonsten sehr anspruchsvoll in der Haltung. Zahm werden die Tiere nicht, zum Kuscheln sind sie gänzlich ungeeignet. Der Besitzer muss sich also damit begnügen, dem munteren Treiben im Terrarium zuzusehen und sich zu freuen, wenn die Tiere aus seiner Hand fressen. Stachelmäuse werden nicht gerne angefasst. Wer dies nicht akzeptiert, wird auch mal fest gebissen. Im Zoofachhandel und bei Züchtern sind zumeist die Kreta Stachelmaus, die Ägyptische Stachelmaus, die Sinai-Stachelmaus und die Goldstachelmaus zu finden, erklärt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund. Es werden…
Rechtsupweg – Erst vier Jahre alt und ständig verrückte Sachen im Kopf: So ähnlich läuft es bei Kuh Kelly, die in Ostfriesland bei ihren Pflegeeltern lebt. Freddy Janssen und Heike Rüdiger haben das Kälbchen seit der Geburt liebevoll im Haus mit der Flasche großgezogen und verwöhnt. Heute wiegt das massige Tier bereits 1300 Kilo, kann rückwärts laufen und schaut im Stall gern Fernsehen. «Sie macht alles, was andere Kühe nicht gern machen», sagt Janssen. In dem früheren Wohnhaus von Janssen und Rüdiger geht Kelly ein und aus: Sie kann Türen öffnen, indem sie die Klinke runter drückt – und hinter sich schließt. «Einmal haben wir versehentlich nicht abgesperrt, und als wir abends zurückkamen, hatte Kelly die Bonbons in der Küche aufgefressen und den Fernseher umgeworfen», erinnert sich Rüdiger. Nachmittags holt sich das anhängliche Tier zur Kaffeezeit Kekse ab oder wärmt sich im Winter am…
Berlin – Auf einer Sitzbank am Fenster liegt die Katze Caroline und gähnt. Währenddessen klettert Kater Kenzo auf einem Flügel am anderen Ende des Cafés herum. Der graue Stubentiger Jewels lässt sich dagegen lieber das flauschige Fell kraulen und schnurrt zufrieden. Dazwischen sitzen Gäste, genießen Kaffee und Kuchen und beobachten das bunte Treiben im Katzencafé «Zur Mieze» im Berliner Bezirk Charlottenburg. «Meine Gäste sagen oft: Das ist ja wie bei mir zu Hause im Wohnzimmer hier», erzählt die Besitzerin des Cafés, Caroline Braune. Das ist auch die Atmosphäre, die sich die promovierte Biologin in ihrem Café wünscht. Zum Konzept von « Zur Mieze» gehört auch die Verbindung mit Musik. Einmal pro Woche spielt ein Pianist ein klassisches Konzert. In mehreren deutschen Städten gibt es inzwischen ähnliche Cafés. Erst vor kurzem eröffnete in Hamburg der « Katzentempel», dessen Betreiber auch in Nürnberg und München ähnliche…