Vöhl (dpa/tmn) – Auf den ersten Blick sehen sie ein bisschen aus wie zu groß geratene Haflinger. Mit einer Rückenhöhe von etwa 1,60 Meter sind die Finnpferde im nordhessischen Vöhl jedoch weit dem Ponymaß entwachsen. «Wir sind das einzige Gestüt hier in Deutschland, das Finnpferde züchtet», erzählt Melanie Eckel, die Leiterin des Reitstalls. Ihr Großvater hat vor 30 Jahren die Zucht mit einem Hengst und fünf Stuten gegründet. Heute leben dort 20 Tiere dieser finnischen Rasse, unter ihnen ein Zuchthengst. In Deutschland und auch sonst außerhalb von Finnland sind die Tiere eher unbekannt. Das ist kein Wunder: Weltweit gibt es nur etwa 20 000 Vertreter dieser einzigen ursprünglichen Pferderasse Finnlands – und fast alle leben in dem skandinavischen Land. Im Jahr 1950 waren es noch um die 400 000 Pferde, durch die Mechanisierung in der Landwirtschaft sank die Zahl in den folgenden Jahrzehnten jedoch drastisch. In Finnland hatte…
München – Karibikseepferdchen, Hängebauchseepferdchen oder Zebraschnauzenseepferdchen: Derzeit gibt es weltweit 54 entdeckte Arten, die alle ähnlich klangvolle Namen haben. In der Regel sind Seepferdchen nicht im normalen Handel zu kaufen. Seit 2004 stehen sie unter Artenschutz und sind meldepflichtig. Nachzuchten sind kaum erhältlich. Hier und da lassen sich aber spezialisierte Einrichtungen finden, die Seepferdchen halten und züchten, wie zum Beispiel im Karlsruher Naturkundemuseum. Um den anspruchsvollen Bedürfnissen der Tiere zu Hause im Aquarium gerecht zu werden, müssen Halter einiges beachten. Annette Metzner, Vorsitzende des Aquarienvereins Elodea Bergstraße, sagt: «Wer Seepferdchen halten möchte, muss definitiv Ahnung von Seewasserchemie haben.» Ein Salzgehalt von 38 Gramm pro Liter ist für viele Seepferdchenarten ideal. Den Salzgehalt kann man mit einem speziellen Salz-Messgerät überprüfen. Um die Wassertemperatur zu regulieren, können ein Lüfter und eine spezielle Beleuchtung helfen. Da Seepferdchen scheue Tiere sind, brauchen sie Pflanzen und Steine, in denen…
Die Liebe zwischen Haustier und Mensch führt zu wunderbaren Geschichten. Die Anekdoten zeigen, wie innig die Beziehung zwischen Mensch und Tier tatsächlich ist und warum es sich lohnt, das eigene Haustier zu lieben, dafür jedoch ein gesundes Maß zu finden. Emotionale Bindung zwischen Mensch und Tier Die Geschichte eines amerikanischen Soldaten und seinem treuen Begleiter zeigt, wie stark die emotionale Bindung zwischen Mensch und Hund sein kann. Als der Soldat in den Irak-Krieg zog, musste er seinen Vierbeiner in der Heimat zurücklassen. Dann verstarb der Soldat während des Einsatzes. Sein Hund fand daraufhin einen ganz eigenen Weg der Trauer. Beinahe täglich pilgerte er zum Grab seines Herrchens. Die Bilder des Hundes gingen noch lange Zeit um die Welt und rührten Menschen überall zu Tränen. Sorge um das Tierwohl liegt im Trend Dass Herrchen und Frauchen sich um die Gesundheit der tierischen Freunde sorgen, ist…
Berlin – Wenn man in europäischen Wäldern auf Katzen trifft, handelt es sich meist nicht um ausgesetzte Hauskatzen, sondern um heimische Wildkatzen. Viele Menschen wissen aber nichts von dem Bestand in deutschen Waldgebieten und verwechseln die Tiere. Wenn man sich die Tiere genau ansieht, kann man die Wildkatze jedoch gut von der Hauskatze unterscheiden. Besonders deutlich wird das beim Fell: Das wirkt bei Wildkatzen deutlich verwaschener und ist grau mit cremefarbigen Stellen. Meist zieren außerdem ein weißer Kehlfleck und ein dunkler Strich auf dem Rücken das Fell der Wildkatze. Grundsätzlich ist das Fell länger als das der meisten Hauskatzen. Auch am Körperbau sind die Tiere erkennbar. «Die Europäische Wildkatze ist größer, massiger und kraftvoller als eine Hauskatze», erklärt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Der Schwanz der Wildkatzen ist sehr buschig und wirkt dadurch dicker, hat aber ein stumpfes Ende. Der…
Püchersreuth – Die Mähne weht, die Hufe trommeln im Viertakt über den Boden und die Reiter sitzen relativ ruhig im Sattel. Irene und Uli Reber aus dem Nordosten Bayerns demonstrieren, was am Islandpferd besonders ist: der Tölt. Die Pferderasse hat neben Schritt, Trab und Galopp zwei Gänge mehr – Tölt und Rennpass. Die speziellen Gangarten seien sicher einer der Hauptgründe, warum die kleinen Pferde so beliebt sind, sagen die Rebers, die zu den erfolgreichsten Turnierreitern und Züchtern in Deutschland gehören. «Tollen Tölt» zu reiten, sei für ihn das Schönste, sagt Uli Reber (57). «Das Temperament vom Pferd, die Bewegungen, die durch den Körper gehen – man kann sich das eigentlich gar nicht vorstellen, dass es so ist, wenn man es noch nie erlebt hat.» Hierzulande boomt die Rasse seit Jahrzehnten. Deutschland ist nach Island das wichtigste Zuchtland. «Es ist fast die einzige Rasse, die immer…